2026

September

Tagung | WOC in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Institut für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung an der Universität Bremen

Weiblicher Widerstand in mittelalterlicher Literatur. Formen, Narrationen, Funktionen

Organisation: Prof. Dr. Anja Becker (Universität Bremen) und Dr. Britta Bußmann (Universität Oldenburg)

Montag, 21. September 2026

Ab 10h Ankommen und Kaffee

10:30 Begrüßung und Einführung

SEKTION 1: Religiöse und HISTORISCHE BEZÜGE – Moderation Albrecht Hausmann

11:00 Beatrice von Lüpke (Wien): Die Standhaftigkeit der Märtyrerinnen und die Suche nach ihrem Grund. Zu den Motivierungen weiblichen Widerstands in spätmittelalterlichen Frauenlegendaren

11:45 Julia Gold (Bielefeld): Herrscherinnensakralität und weiblicher Widerstand in Johannes Rothes ‚Elisabethleben‘

12:30 Mittagspause

14:00 Hannah Rieger (Hamburg): Huren und Heilige. Zur Herrschaftsverweigerung reginaler Witwen und ihrer Darstellung in Chronik und Legende

14:45 Birgit Zacke (Bonn): da solt niht wider strebn … Prechmunda/Juliane und Alîte als widerständige ‚Witwen‘ in Strickers ‚Karl der Große‘

15:30 Kaffeepause – Moderation Tristan Schnell

16:00 Sibel Singer (München): Eine Chronik des weiblichen Widerstands. Die ‚Chronik des St. Clarenklosters zu Weissenfels‘

16:45 Edana Kleinhans-Junghahn (Duke, USA): Schriftliche Geczeigcnuss als weiblicher Widerstand: Kunigunde von Österreich und das ‚Puch von den seltzamen Geschichten der edlenn tewren frawen Chungunden‘ (1537)

17:30 Pause

19:00 Abendessen

Dienstag, 22. September 2026

SEKTION 2: MITTELHOCHDEUTSCHE KLASSIK – Moderation Karina Kellermann

9:00 Kristin Hennicke (Wuppertal): suln uns […] uberwinden diu wîp? Widerständige Frauenfiguren im ‚Nibelungenlied‘ und in der ‚Kudrun‘

9:45 Sophie Quander (Mainz): Durh Gyburge al diu nôt geschach. Formen und Funktionen weiblichen Widerstands im ‚Willehalm‘ Wolframs von Eschenbach 

10:30 Kaffeepause

11:00 Volker Sliepen (Tübingen): Widerstand durch ‚Widerwärtigkeit‘? Zu Cundrîes und Orgeluses ordnungserschütternder und -stiftender Funktion in Wolframs ‚Parzival‘

11:45 Anna Dahlke (Oldenburg): (K)eine Nebensache? Die eigensinnigen Fischersfrauen in Hartmanns ‚Gregorius‘ und Wirnts ‚Wigalois‘

12:30 Mittagspause

SEKTION 3: LITERATUR JENSEITS VON ZENTRALEUROPA – Moderation Dr. Lukas Reddemann

14:00 Katharina Palme (Bremen): mir behaget diu werlt niht sô wol (AH 708). Sich durch den Tod entziehen – eine extreme Form weiblichen Widerstands?

14:45 Jule Stadtland (München): Feenfiguren zwischen Tabu und Widerstand – Die tabubelastete Feenliebe in der mittelhochdeutschen und altnordischen Literatur

15:30 Kaffeepause

16:00 Jan van Nahl (Reykjavík/Island): „Das könnte einmal Dein Tod sein“ – Weiblicher Widerstand in den altnordischen Königssagas

16:45 Lilli Hölzlhammer (München):  Der, den ich begehre, ist nicht hier. Die Wahl des Geliebten als weiblicher Widerstand und gemeinsamer Nenner der byzantinischen Romantradition 

17:30 Pause

19:00 Abendessen

Mittwoch, 23. September 2026

SEKTION 4: AUSHANDLUNGSPROZESSE – Moderation Lea Braun

9:00 Julia Frick (Rostock): Dîdô – Camille – Lavîne. Zu Figurentyp und narrativer Funktion von weiblichem Widerstand in den mittelalterlichen Eneasromanen

9:45 Sonja Kerth (Bremen): Titel folgt (Mystik)

10:30 Kaffeepause

11:00 Nadine Jäger (Wuppertal): Mein Weib ist gar ein böser Teufel. Bewältigungsstrategien weiblicher Selbstermächtigung in schwankhaften Ehenarrativen

11:45 Benedikt Gnosa (Bonn): Eine Herzogin in mans gestalt – Cross-Dressing und narrative Widerstandspotentiale im frühneuhochdeutschen Prosaroman ‚Herzog Herpin‘  

12:30 Abschlussdiskussion

October

Conference | boasblogs

Anthropology. Activism. Power. Celebrating 10 years of boasblogs

We will celebrate 10 years of boasblogs with a conference at the ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.

Keynote
Prof. Dr. Shalini Randeria (U Bremen Excellence Chair Worlds of Contradiction):
“Soft Authoritarianisms & Politics of Hope”

More information will follow.

WOC intern

WOC Ratssitzung

Eine Einladung erfolgt zwei Wochen vor der Sitzung.

WOC Book Talk #7

Karin Esders (Bremen): Climate Crisis as a Challenge for the Humanities

As part of our WOC Book Talk Series, Karin Esders and Paula von Gleich (both from the University of Bremen) will present and discuss the reader Climate Crisis as a Challenge for the Humanities edited by Karin Esders, which will be published by De Gruyter in August:

The climate crisis poses not only an environmental emergency but a profound challenge to how knowledge, responsibility, and justice are understood within the humanities. This reader situates climate change as a historically produced, unevenly distributed crisis shaped by colonialism, racial capitalism, and structural inequality, rather than a universal or purely technoscientific problem. Bringing together interdisciplinary perspectives from the environmental humanities, it foregrounds marginalized voices, including Black, Indigenous, feminist, and decolonial approaches, to rethink dominant narratives of the Anthropocene. The contributions explore key theoretical frameworks alongside cultural practices, aesthetic strategies, and educational reflections, offering both critical analysis and imaginative interventions. By interrogating entrenched divisions between nature and culture, science and the humanities, the anthology develops alternative modes of knowing and relating that emphasize entanglement, responsibility, and more-than-human worlds. It thus provides scholars and students with a vital conceptual roadmap for engaging the climate crisis as a socioecological, political, and ethical condition, while advancing the humanities as indispensable to more just and transformative futures.

 

Internationale hybride Studierendenkonferenz | WOC in Kooperation mit ThemaTalkers & European Research Network on Discourses of Marginality and Demarginalization (DeMarg)

Identität als Zweck und Effekt sprachlicher Interaktion: Identifikationen, Aushandlungen, Positionen

Identität ist ein vielfach diskutiertes und divers verstandenes Konzept, das mit unterschiedlichsten Theoriebildungen, sozialen Dynamiken und Interessen verbunden ist. Die ThemaTalkers laden ein, sich mit damit verbundenen Fragestellungen im linguistischen und multidisziplinären Austausch zu befassen. Was Identität überhaupt bedeuten kann und wie verschiedene Konzeptualisierungen von Identität unser (sprachliches) Handeln prägen, interessiert uns dabei ebenso wie die generelle Frage nach der Stabilität und/oder Dynamik von Identitäten in performativen, interaktionalen Settings. Inwiefern Identität ein stabiler Anker der Person sein kann oder eine Möglichkeit der Gestaltung diverser Fremd- und Selbstrepräsentationen, auch in Praktiken der Wiederholung (vgl. Butler 1988), soll ebenfalls Gegenstand unserer gemeinsamen Beschäftigung sein.

Aus linguistischer Perspektive können Identität und identitätsstiftende Handlungen auf bewusste oder unbewusste Positionierungspraktiken (vgl. Spitzmüller 2022; Lucius-Höhne & Deppermann 2004) bezogen und dabei im Zusammenhang der Ver- und Aushandlung von Identität verstanden werden. Situative Positionierungen von Identität(en) hängen zusammen mit Einbettungen von Identifikationshandlungen in spezifische und variable Kontexte bzw. Rahmenbedingungen; sprachliche Handlungen beeinflussen da-bei Selbst- und Fremdidentifikationen. Sprachgebrauch ist gerade mit Bezug auf Fragen nach Identität und Identifikation im Zusammenhang mit Kontextbedingungen wie soziale Ungleichheit (vgl. Bourdieu [1979] 2012), gesellschaftliche Machtstrukturen (vgl. Foucault [1976] 2010), Voice (vgl. Blommaert 2005; nach Hymes 1996), mediale Affordanzen (vgl. Spieß 2024) und auch Mehrsprachigkeit (vgl. Schwegler & Steen 2024) zu reflektieren. Auch verschiedene Diskursräume, darunter beispielsweise soziale Medien, sollen als spe-zifische Kontextbedingungen von Identifikationsprozessen betrachtet werden.

Die ThemaTalkers sind ein offener akademischer Ort geteilten Interesses, wir laden ein, das umrissene Themenfeld aus linguistischen und anderen Perspektiven zu erörtern. Als konkrete Fragen nennen wir beispielhaft:

  • Wie werden Selbst- und Fremdidentifikationen sprachlich ausgehandelt?
  • Welche Rolle spielen Medien und Kommunikationsräume für sprachliche Identifi-kationspraktiken?
  • In welchem Zusammenhang stehen Identität und Praktiken der Abgrenzung?
  • Welche Sprachideologien sind mit welchen Entwürfen von Identitäten assoziiert?
  • Wie (re-)produzieren Benennungspraktiken Identifikationsangebote?
  • Welche Funktionen haben sprachliche Ressourcen Kompetenzen für die soziale Identifikation von Sprechenden?
  • Wie werden Identitätsbrüche und -krisen sowie Mehrfachzugehörigkeiten sprachlich konstituiert?
  • Wie werden Identitätskategorien durch institutionelle und gesellschaftliche Dis-kurse hervorgebracht, legitimiert oder infrage gestellt?

Die Studierendenkonferenz wird durchgeführt vom interuniversitären Arbeitskreis der ThemaTalkers (U Bremen | DEU und für 2026 U Gdańsk | POL) in Kooperation mit der U Bremen Verbundforschungsplattform Worlds of Contradiction (WOC) und dem European Research Network on Discourses of Marginality and Demarginalization (DeMarg).

Die ThemaTalkers freuen sich über Bewerbungen von fortgeschrittenen Studierenden im Bachelor sowie Master und Promovierenden unter anderem der Linguistik sowie aus anderen Disziplinen, die mit Bezugnahme auf die genannten thematischen Schwerpunkte und Fragestellungen einen Beitrag zu unserer hybriden Konferenz leisten möch-ten. Unsere Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Wir bitten darum, die gewünschte Beitragslänge von entweder 15 oder 30 Minuten bei der Einreichung des Vorschlags zu nennen und auch das geplante Präsentationsformat anzugeben. Neben klas-sischen Vorträgen wären etwa auch essayistische Beiträge, wissenschaftlich perspekti-vierte Erfahrungsberichte, Kurzfilme oder andere Vortragsformen denkbar, solange gängige Standards der wissenschaftlichen Praxis eingehalten werden.

Die Bewerbung erfolgt in Form eines Abstracts mit Name, Angabe der universitären Affiliation, Titel, Dauer und Format des Beitrags sowie Kurztext (ca. 200 Wörter) und kann bis zum 07.08.2026 an themtalk@uni-bremen.de gesendet werden. Rückmeldungen erfolgen bis Anfang September 2026.

Weitere Informationen zu den ThemaTalkers sowie zu bisherigen Veranstaltungen fin-den sich unter: www.uni-bremen.de/thematalkers.

Die ThemaTalkers

Shenia Baran | Marje Erasmi | Joshua Grell | Lara Herford | Łukasz Kumięga | Angelina Schellin | Ingo H. Warnke

Hosts

Lara Herford, Deutsche Sprachwissenschaft/Interdisziplinäre Linguistik, U Bremen
Dr. Łukasz Kumięga, Angewandte Linguistik, U Gdańsk
Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Deutsche Sprachwissenschaft/Interdisziplinäre Linguistik, U Bremen

Literatur

Blommaert, Jan. 2005. Discourse. A Critical Introduction. Key Topics in Sociolinguistics. Cambridge: University Press.

Bourdieu, Pierre. [1979] 2012. Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Butler, Judith. 1988. Performative Acts and Gender Constitution: An Essay in Phenomenology and Feminist The-ory. Theatre Journal 40(4). 519–531. https://doi.org/10.2307/3207893

Foucault, Michel. [1976] 2010. Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1. Frankfurt am Main: Suhr-kamp.

Hymes, Dell. 1996. Ethnography, Linguistics, Narrative Inequality: Toward an Understanding of Voice. London: Taylor & Francis.

Lucius-Hoene, Gabriele & Arnulf Deppermann. 2004. Narrative Identität und Positionierung. Gesprächsfor-schung – Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion 5(1). 166–183.

Schwegler, Carolin & Pamela Steen. 2024. Mediale Identitäten – multimodal und mehrsprachig. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 54. 383–391. https://doi.org/10.1007/s41244-024-00350-5

Spieß, Constanze. 2024. Digitale Interaktion, Positionierungen und Identitäten im Diskurs. In Jannis Androuts-opoulos & Friedemann Vogel (eds.), Handbuch Sprache und digitale Kommunikation, 351–372. Berlin: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110744163-017

Spitzmüller, Jürgen. 2022. Soziolinguistik. Eine Einführung. Berlin: J.B. Metzler.

November

Workshop | WOC Lab Radikale Zukünfte & Kommission Europäisierung/Globalisierung: Ethnografien des Politischen der Deutsche Gesellschaft für empirische Kulturwissenschaft (DGEKW), Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, (IfEK), Bremer Institut für Kulturforschung (bik)

KI und die Gefährdung des Politischen | AI and the Threats to the Political

+++ English version below +++

Workshop und Treffen der Kommission Europäisierung/Globalisierung: Ethnografien des Politischen der Deutsche Gesellschaft für empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK), dem Bremer Institut für Kulturforschung (bik) und dem WOC Lab Radical Futures an der Universität Bremen.

Organisation: Martina Grimmig, Nurhak Polat, Mihir Sharma, Ehler Voss (Universität Bremen) in Kooperation mit den Sprecherinnen der DGEKW-Kommission Alexandra Schwell (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Britta Acksel (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie), Dženeta Hodžić (ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung) und Alice von Bieberstein (Humboldt Universität zu Berlin)

Keynote: Alberto Toscano (Kanada)

Künstliche Intelligenz dringt zunehmend in unsere Alltage ein. Dabei erleben wir eine umfassende „KI-sierung“ auch politischer Öffentlichkeiten und Institutionen. KI ist in den Daten- und Energiehunger der Tech-Industrie eingebunden und verflechtet sich dort teilweise mit rechts-autoritären Politiken. Im Zentrum gesellschaftlicher, journalistischer und akademischer Debatten über die weitreichenden und oft schwer greifbaren Folgen steht vor allem die Frage, wie Generative KI (Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT etc.) soziale und politische Ordnungen kontinuierlich verändert: etwa in den Bereichen Bildung, Vielfalt und Gerechtigkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit, städtische und ländliche Lebensräume, Popkultur und Soziale Medien sowie in zentralen Staats- und Sicherheitsapparaten wie Verwaltung, Polizei, Militär, Gefängnissen und Grenzregimen. Durch ihre Gestaltung, voreingenommene Datensätze und extraktive Logiken reproduzieren KI-Systeme dabei bestehende koloniale, rassistische und heteropatriarchale Machtkonstellationen auf paternalistische Weise. Besonders brisant erweist sich die KI-sierung in den aktuellen Debatten um die Gefährdungen demokratischer Prozesse und Zukünfte. Hinzu kommen weltweit und auch hierzulande Verschiebungen in und Angriffe auf rechtsstaatliche Strukturen, politische Grundrechte und Diskursräume, die zunehmend unter dem Begriff der Faschisierung verhandelt werden. Gefährdungen entstehen gerade dann, wenn Entscheidungen, Streitigkeiten und die Bearbeitung von Widersprüchen an KI delegiert werden und KI-Systeme in die „Nervenzentren der Faschisierung“ (Toscano) eindringen – also in jene Institutionen und Räume, in denen autoritäre Repression und Gewalt ausgeübt und normalisiert werden.

Vor diesem Hintergrund laden wir zu einem Austausch über die Auswirkungen der KI-sierung auf das Politische ein. Gemeinsam wollen wir Herausforderungen und Fragen diskutieren, die sich aus diesen Entwicklungen für die Empirische Kulturwissenschaft, Politische Anthropologie und Politikwissenschaft, Science and Technology Studies (STS), Gender Studies, Contradiction Studies, Medien– und Umweltethnologie sowie die Public Anthropology ergeben.

Format
Diese Veranstaltung ist ein Workshop. Statt klassischer wissenschaftlicher Vorträge, liegt der Fokus auf gemeinsamem Arbeiten und Diskutieren rund um die zuvor beschriebenen Themen und Fragestellungen. Workshop-Teilnehmer*innen halten keinen eigenen Vortrag. Im Vorfeld wird eine Leseliste zirkuliert. Eine Podiumsdiskussion ist mit Aktivist*innen und engagierten Wissenschaftler*innen geplant. Alberto Toscano hält eine Keynote am Abend des 12. November 2026.
Die Veranstaltung findet zweisprachig statt (Deutsch/Englisch).

Zielgruppe
Wir laden Kolleg*innen und Interessierte* aller Statusgruppen ein, sich um die Teilnahme am Workshop zu bewerben, unabhängig davon, ob sie bereits zu KI und KI-sierung forschen.

Anmeldung
Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung mit einer kurzen Interessensbekundung (max. 300 Wörter). Zur Anmeldung geht es hier: https://forms.gle/R1SerF3TJKFw5Dro8

Reise- und Übernachtungskosten
Eine Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten ist nicht vorgesehen. Personen in prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen können sich jedoch bei Bedarf gerne an uns wenden, um mögliche alternative Unterstützungsoptionen zu prüfen.

Kontakt
Bei Fragen zum Workshop bitte Prof. Dr. Nurhak Polat kontaktieren: npolat@uni-bremen.de
Für Angelegenheiten der Kommission „Ethnografien des Politischen“: Dr. Britta Acksel (britta.acksel@wupperinst.org) und Prof. Dr. Alexandra Schwell (alexandra.schwell@aau.at)

Deadline für die Anmeldung ist der 31.07.2026.

 

+++English version +++

Workshop and Commission Meeting of the DGEKW Commission on Europeanization/Globalization: Ethnographies of the Political, in cooperation with the Institute of Anthropology and Cultural Research, bik e. V. – Bremer Institute of Cultural Research and the WOC Lab Radical Futures of the collaborative research platform Worlds of Contradiction (WOC) at the University of Bremen.

Organisation: Martina Grimmig, Nurhak Polat, Mihir Sharma, Ehler Voss (University of Bremen). In cooperation with Alexandra Schwell (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Britta Acksel (Wuppertal Institute for Climate, Environment and Energy), Dženeta Hodžić (ISOE – Institute for Social-Ecological Research), and Alice von Bieberstein (Humboldt University of Berlin).

Keynote: Alberto Toscano (Canada)

Artificial intelligence is increasingly permeating our everyday lives. In the process, we are witnessing a comprehensive „AI-sation“ of political publics and institutions. AI is embedded in the data and energy demands of the tech industry and, in part, intertwined with right-authoritarian politics. At the center of societal, journalistic, and academic debates about the far-reaching and often difficult-to-grasp consequences stands the question of how Generative AI (Large Language Models such as ChatGPT, etc.) continuously transforms social and political orders: for instance in education, diversity and justice, environment and sustainability, urban and rural living spaces, pop culture and social media, as well as in central state and security apparatuses such as administration, police, military, prisons, and border regimes.

Through their biased datasets, and extractive logics, AI systems reproduce existing colonial, racist, and heteropartriarchal power constellations in a paternalistic manner. Particularly pressing is the role of AI-sation in current debates about threats to democratic processes and futures. Worldwide – and also in Germany – we are witnessing shifts and attacks on the rule of law, fundamental political rights and public discourse, increasingly discussed under the term fascistization. Threats emerge precisely when decisions, disputes, and the handling of contradictions are delegated to AI, and when AI systems infiltrate the “nerve centers of fascistization” (Toscano) – that is, institutions and spaces where authoritarian repression and violence are exercised and normalized.

Against this backdrop, we invite you to join a collaborative conversation on the impacts of AI-sation on the political. Together, we aim to explore the challenges and questions arising for Empirical Cultural Studies, Political Anthropology, Political Science, Science and Technology Studies (STS), Gender Studies, Media and Environmental Anthropology, and Public Anthropology.

Format
This is a workshop – with a keynote lecture of Alberto Toscano on the evening of November 12, 2026. A panel discussion is planned with activists and engaged scholars.
Rather than traditional academic lectures or presentations, the focus lies on collaborative thinking and discussion around the themes and questions outlined above. Participants will not deliver individual talks. A reading list will be circulated in advance.
The event will be held bilingually, in German and English.

Target Audience
We welcome colleagues and interested individuals of all status groups (including students) to apply, regardless of prior research experience with AI or AI-sation.

Registration
Due to limited capacity, we ask for registration with a brief statement of interest (max. 300 words) explaining what draws you to the topic.
Please register here: https://forms.gle/R1SerF3TJKFw5Dro8

Travel and accommodation
Travel and accommodation costs cannot be covered. However, individuals in precarious employment or living situations are welcome to contact us to explore possible alternative support options.

Contact
For questions concerning the workshop please contact: Prof. Dr. Nurhak Polat, npolat@uni-bremen.de
For matters concerning the Commission on Ethnographies of the Political: Dr. Britta Acksel (Britta.acksel@wupperinst.org) or Prof. Dr. Alexandra Schwell (Alexandra.schwell@aau.at)

Deadline for all applications: July 31, 2026

WOC intern

WOC Mitgliederversammlung

Eine Einladung erfolgt zwei Wochen vor der Sitzung.

WOC Agora | WOC Lab Radical Futures & Instituto Cervantes Bremen

Lorena Jaume-Palasí

Nähere Informationen folgen.

2027

January

WOC intern

WOC Ratssitzung

Eine Einladung erfolgt zwei Wochen vor der Sitzung.