Bilden und Gebildet-Werden in Klassenverhältnissen: Impulse aus den Sozialwissenschaften

Ringvorlesung | WINTERSEMeSTER 2025/26

Organisiert von Pia Grimpo, Marie Hoppe, Anja Langer, Anna Moldenhauer, Matthias Olk und Nadine Rose aus dem Fachbereich 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften in Kooperation mit WOC

Spätestens seit der Corona-Pandemie scheint es eine öffentliche Einsicht in die zunehmende Verschärfung gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse zu geben – die gleichzeitig von Gegendiskursen flankiert werden, die diese leugnen. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zeigen sich aktuelle soziale Ungleichheiten auch in steigenden Armutsrisiken und ungleichen Vermögensverteilungen. Damit werfen sie für die Sozialwissenschaften neue Gegenstandsbereiche auf, aktualisieren alte ‚soziale Fragen‘ und fordern eben auch dazu auf, gesellschafts- und gegenstandstheoretische Perspektiven zu finden und einzunehmen, die ökonomische Ungleichheiten überhaupt sichtbar machen. Klassentheorien scheinen hier eine aussichtsreiche Perspektive, gerade auch weil sie ein weites Feld an Theorien vereinen, das weit über seine marxistischen Ursprünge hinausweist. Die Ringvorlesung versammelt Perspektiven unterschiedlicher Sozialwissenschaften auf die Klassengesellschaft und rückt dabei insbesondere das Verhältnis von Klasse und Bildung oder der Bedeutung von Klasse in und für Bildungsinstitutionen in das Zentrum. Im Wintersemester 2025/26 geschieht dies in drei Vorträgen aus Perspektiven der Erziehungswissenschaften, Sozialer Arbeit und Kulturwissenschaft.

TERMINE | STUDIERHAUS U BREMEN | 16:15–18:00

Dienstag | 04.11.2025
Daniel Burghardt (Innsbruck): Marx und die Klassenbildung

Dienstag | 16.12.2025
Lena Hezel (Tübingen): Ist Armut Diskriminierung? Perspektiven auf Klasse, Klassenverhältnisse und „Klassismus“

Dienstag | 20.01.2026
Mihir Sharma (Bremen): „White Working Class“: das politische Leben eines Begriffs