2022

January

public lecture

Kontrapunkte: Wissenschaft im Widerspruch #8 – Digital Cosmopolitanism

Kontrapunkte: Wissenschaft im Widerspruch

Digital Cosmopolitanism

Guest speaker: Sandra Ponzanesi (U Utrecht)
Discussants: Shola Adenekan (U Amsterdam), Stephan O. Görland (U Bremen) & Mark U. Stein (U Münster)
Introduction and Chair: Julia Borst & Linda Maeding (U Bremen)

This Kontrapunkte-event focuses on the controversy surrounding the concept of cosmopolitanism, which faces the challenges of a present characterized by increased mobility and omnipresent digitality.

On the one hand, „cosmopolitanism“ looks back on a solid tradition and history, but on the other hand, it has changed enormously in the face of increasing globalisation tendencies and post-colonial migration flows at the beginning of the 21st century. These transformations and renegotiations in flux, which are associated with the current understanding of „cosmopolitanism“, also diverge greatly depending on the disciplinary perspective.

Sandra Ponzanesi, Professor of Media, Gender and Postcolonial Studies at Utrecht University, critically examines digital cosmopolitanism as it is lived by today’s migrants and shows, among other things, the disproportion between digital connectivity and social injustice. The controversial and even contradictory meaning of digital cosmopolitanism in a context of post-colonial asymmetries of power as well as the semantic shifts of the concept of cosmopolitanism in the face of transnational migration and digital mobility will be critically examined and explored by fellow discussants from different disciplines.

This event will be held in English.

Please register here until January 24, 10AM.

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Im Zentrum der Kontrapunkte-Veranstaltung steht die Kontroverse um das Konzept des Kosmopolitanismus, das sich den Herausforderungen einer von gesteigerter Mobilität und omnipräsenter Digitalität geprägten Gegenwart stellen muss.

So blickt “Kosmopolitanismus” zwar einerseits auf eine solide Tradition und Geschichte zurück, hat sich aber andererseits angesichts zunehmender Globalisierungstendenzen und postkolonialer Migrationsströme zu Beginn des 21. Jahrhunderts enorm gewandelt. Diese sich im Fluss befindenden Transformationen und Neuverhandlungen, die mit dem gegenwärtigen Verständnis von “Kosmopolitanismus” verbunden sind, divergieren auch in Abhängigkeit von der fachlich-disziplinären Perspektive stark.

Sandra Ponzanesi, Professorin für Media, Gender und Postcolonial Studies an der Universität Utrecht, setzt sich kritisch mit dem digitalen Kosmopolitanismus auseinander, wie er von heutigen Migrant*innen gelebt wird, und zeigt u.a. das Missverhältnis auf zwischen digitaler Konnektivität und sozialer Ungerechtigkeit.

Die kontroverse und gar widersprüchliche Bedeutung von digitalem Kosmopolitanismus in einem Kontext postkolonialer Machtasymmetrien sowie die semantischen Verschiebungen des Konzepts des Kosmopolitanismus angesichts transnationaler Migration und digitaler Mobilität werden von den
Mit-Diskutanden aus unterschiedlichen Fachdisziplinen kritisch beleuchtet und in ihrem Potenzial ausgelotet.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Bitte melden Sie sich bis zum 24.01.22, 10 Uhr hier an.

lecture series: (un)doing linguistic and cultural differences

Claire Kramsch (Berkeley): „Re-thinking linguistic and cultural diversity at the end of an American century“

ÜBER DIE RINGVORLESUNG „(UN‐)DOING LINGUISTIC AND CULTURAL DIFFERENCE – (SPRACHLICHE) PRAKTIKEN IN DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT“

Ringvorlesung im Rahmen des WoC‐Labs „Mehrsprachigkeiten im Widerspruch – Widersprüchliche Perspektiven auf und Kategorisierungen von Mehrsprachigkeit – Mehrsprachigkeit als Widerspruch“

Wintersemester 2021/2022 Dienstag, 18:15 – 19:45 Uhr, online, Veranstalterin: Andrea Daase

Ausgehend von einem Verständnis von Sprache als sozialer Praxis, welches die Körperlichkeit der Praktiken als auch die Wirkmächtigkeit von Diskursen und impliziten Wissensordnungen einbezieht, soll in der Ringvorlesung der Frage nachgegangen werden, wie sprachliche und kulturelle Heterogenität durch (sprachliche) Praktiken hergestellt, aufrechterhalten, zugeschrieben oder verunmöglicht wird. Dabei sollen sowohl diverse Perspektiven wie auch Differenzen innerhalb der Praktiken und damit Widersprüchlichkeiten in den Blick genommen wer‐ den, welche sich aus der Kontingenz des menschlichen Lebens ergeben.

Die Ringvorlesung stellt den ersten Teil einer Ringvorlesungsreihe dar, der im Sommersemester 2022 die Veranstaltung „Perspektiven auf Theorien und aktuelle empirische Ansätze: Beiträge der angewandten Sprachwissenschaft(en) und weiterer Disziplinen zu Fragestellungen der Mehrsprachigkeit“, geleitet von Dr. Anna Mattfeldt, folgt. Als Abschluss der gesamten Ringvorlesungsreihe sind eine Podiumsdiskussion zum anwendungsbezogenen Thema „Der schulische Umgang mit sprachlicher Heterogenität“ (Diskutant*innen aus Wissenschaft, Schulorganisation und Unterrichtskontexten) sowie ggf. eine literarische Lesung geplant.

Zugangsdaten für dem Zoom-Livestream im Programm der Ringvorlesung.

WoC GradNet Lecture Series #1: Diskursive Konflikte

Reiner Keller (Augsburg): „Über Anlässe und Formen des diskursiven Widersprechens“

Digitaler Vortrag von Prof Dr. Reiner Keller (U Augsburg) Moderation: Jonas Trochemowitz (U Bremen)

Der Vortrag geht aus wissens- und diskurssoziologischer Perspektive der Frage nach, welche Entwicklungen die gegenwärtige westliche „Umordnung der Diskurse“ nimmt, was das für die Prozessierung diskursiver Konflikte impliziert und wie dies diskursdiagnostisch eingeschätzt werden kann. Dabei werden als zwei mögliche Alternativen einerseits die Entfaltung und Stabilisierung gegeneinander abgeschotteter Diskursuniversen, andererseits die Konstellation einer möglichen kosmopolitschen Diskursivität entfaltet.

Donnerstag 27.01.22 | 18.00 – 20.00 Uhr (s.t.) | Anmeldung per E-Mail bis zum 26.01.22 bei Jonas Trochemowitz E-Mail

WoC GradNet Lecture Series #1: Diskursive Konflikte

Reiner Keller (Augsburg): „Analyseperspektive der Wissenssoziologischen Diskursanalyse“

In dem digitalen Workshop mit Prof. Dr. Reiner Keller wird es darum gehen, wie wissenssoziologische und diskursanalytische Methoden und Perspektiven interdisziplinär offen auf diskursive Konflikte und Widersprüche bezogen werden können. Dazu eingeladen sind Interessierte aller Fachrichten, insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen (MA, PhD und Postdoc), aber auch Studierende.

Vorbereitungslektüre [Open Access]:

Keller, Reiner. 2012. Entering Discourses: A New Agenda for Qualitative Research and Sociology of Knowledge. In: Qualitative Sociology Review 2012, Vol. VIII Issue 2, S.46-55. Link

Keller, Reiner. 2012. Zur Praxis der Wissenssoziologischen Diskursanalyse. In: Reiner Keller, Inga Truschkat (Hrsg.): Methodologie und Praxis der Wissenssoziologischen Diskursanalyse. Band 1: Interdisziplinäre Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS, S.27-68. Link

Keller, Reiner. 2019. Die Untersuchung von Dispositiven: Zur fokussierten Diskurs- und Dispositivethnografie in der Wissenssoziologischen Diskursanalyse. In: Saša Bosančić, Reiner Keller (Hrsg.): Diskursive Konstruktionen. Kritik, Materialität und Subjektivierung in der wissenssoziologischen Diskursforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 51-74. Link

Freitag 28.01.22 | 09:30 – 11.00 Uhr (s.t.) | Anmeldung per E-Mail bis zum 26.01.22 bei Jonas Trochemowitz E-Mail

February

lecture series: the sea is rising and so are we?

Nikhil Anand (Pennsylvania): „Dwelling in the inhabited sea“

Über die Ringvorlesung „The Sea is Rising and so are We? Klimawandel und Sozialökologische Transformation“

„The Sea Is Rising And So Are We“ ist ein zentrales Motto von Klimaaktivist*innen rund um den Globus. Die Krise des Planeten und seine weitere Gefährdung sind heute unmittelbar greifbar. In ihrer Dringlichkeit stellt die Krise vieles in Frage: Formen der Energieproduktion und -nutzung, des Wirtschafts- und Konsumverhaltens, Konzepte von (Un)Gerechtigkeit, Eigentum und Gemeingütern (commons), sowie den Umgang mit globaler Ungleichheit und sozialer Prekarität.

Welche Beiträge zum Wissen über diese Krise und zum Umgang mit ihr leisten die Sozial- und Geisteswissenschaften – und wie kommen diese Beiträge in die politische Praxis? Das ist die zweiteilige Frage, die im Zentrum der Vortragsreihe steht. Eingeladen zur Diskussion sind alle Universitätsangehörigen, besonders BA- und MA-Studierende aller Studiengänge und ganz besonders Studierende der Geographie, Ethnologie und Kulturwissenschaft.

Wie hängen Umweltzerstörung, Klimawandel und Kolonialismus zusammen? Welche Impulse und Initiativen gehen von „ResearcherActivists“ für Wissenschaft und Gesellschaft aus? Mit welchen methodologischen oder ethischen Problemestellungen haben sie zu kämpfen? Was tut unsere eigene Uni jetzt, mit welchen Konsequenzen? Warum sind Fragen von Umwelt- (Un)Gerechtigkeit genauso wichtig wie Messungen der Eisschmelze in der Antarktis? Und wie hängen Natur- und Gesellschaftswelten zusammen, mit welchen Konzepten und Perspektiven können diese Verbindungen anders gestaltet werden?

KONZEPT & KOORDINATION

Michael Flitner (artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit), Jaqueline Buhk, Andrea Mühlebach und Michi Knecht (IfEK – Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft) in Kooperation mit BNCL, dem Bremen NatureCultures Lab sowie WoC – Worlds of Contradiction

Anmeldeverfahren: Für jede Sitzung ist eine Anmeldung erforderlich. Hierzu bitte jeweils bis zum Vorabend, 20:00 Uhr des Veranstaltungstages, per E-Mail anmelden. Ein Link für die Online-Veranstaltungen sowie weitere Infos folgen nach der Anmeldung.

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THE SEA IS RISING AND SO ARE WE? Climate change and social-ecological transformation
„The Sea Is Rising And So Are We“ is a central slogan of climate activists around the globe. The crisis of the planet and its further endangerment are tangible and obvious. The urgency of the crisis calls into question many things: forms of energy production and use, economic and consumer behaviour, concepts of (in)justice, property and the commons, as well as how societies are to deal with global inequality and social precarity. What are the contributions of the humanities and social sciences to our knowledge about and our dealing with this crisis? And how are these contributions brought into political practice?

This is the two-part question at the heart of the lecture series that will take place in the winter semester 2021/22 on Tuesday evenings (6-8 pm), in part as hybrid events at the University of Bremen and in part virtually. We invite all university members into our discussion and aim at BA and MA students from all degree programmes, especially students of geography, anthropology, and cultural studies.

How are environmental destruction, climate change and colonialism connected? What impulses do researcher/activists give to science and society and what methodological and ethical problems do they have to contend with? What is our own university doing now, with what consequences? Why are questions of environmental (in)justice as important as measurements of ice melt in Antarctica? How are natural and social worlds entangled and how can novel conceptualizations and perspectives reshape those entanglements?

Please register for this lecture via E-Mail. Registration will be possible until the evening before the event, 8pm CET. A Link for the meeting and more information will follow shortly after.

lecture series: (un)doing linguistic and cultural differences

Daase, Karakaşoğlu, Korff: „Herstellung von Differenzen durch Sensibilisierung – Herausforderungen und Schnittmengen aus drei Perspektiven“

ÜBER DIE RINGVORLESUNG „(UN‐)DOING LINGUISTIC AND CULTURAL DIFFERENCE – (SPRACHLICHE) PRAKTIKEN IN DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT“

Ringvorlesung im Rahmen des WoC‐Labs „Mehrsprachigkeiten im Widerspruch – Widersprüchliche Perspektiven auf und Kategorisierungen von Mehrsprachigkeit – Mehrsprachigkeit als Widerspruch“

Wintersemester 2021/2022 Dienstag, 18:15 – 19:45 Uhr, SFG 0150 Veranstalterin: Andrea Daase

Ausgehend von einem Verständnis von Sprache als sozialer Praxis, welches die Körperlichkeit der Praktiken als auch die Wirkmächtigkeit von Diskursen und impliziten Wissensordnungen einbezieht, soll in der Ringvorlesung der Frage nachgegangen werden, wie sprachliche und kulturelle Heterogenität durch (sprachliche) Praktiken hergestellt, aufrechterhalten, zugeschrieben oder verunmöglicht wird. Dabei sollen sowohl diverse Perspektiven wie auch Differenzen innerhalb der Praktiken und damit Widersprüchlichkeiten in den Blick genommen wer‐ den, welche sich aus der Kontingenz des menschlichen Lebens ergeben.

Die Ringvorlesung stellt den ersten Teil einer Ringvorlesungsreihe dar, der im Sommersemester 2022 die Veranstaltung „Perspektiven auf Theorien und aktuelle empirische Ansätze: Beiträge der angewandten Sprachwissenschaft(en) und weiterer Disziplinen zu Fragestellungen der Mehrsprachigkeit“, geleitet von Dr. Anna Mattfeldt, folgt. Als Abschluss der gesamten Ringvorlesungsreihe sind eine Podiumsdiskussion zum anwendungsbezogenen Thema „Der schulische Umgang mit sprachlicher Heterogenität“ (Diskutant*innen aus Wissenschaft, Schulorganisation und Unterrichtskontexten) sowie ggf. eine literarische Lesung geplant.

Zugangsdaten für dem Zoom-Livestream im Programm der Ringvorlesung.