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Tagung „Queer Contradictions“, 15. und 16. Juni 2018

Am 15. und 16. Juni 2018 fand unter dem Titel „Queer Contradictions – Widerspruchsszenarien der diskursiven Position und Positionierung von Marginalität jenseits heteronormativer Lebensentwürfe“ die erste Tagung der Bremen-Turku-Warsaw-Stockholm Series on Studies in Discourse and Contradiction statt. Die Veranstaltungsreihe befasst sich mit kontradiktorischen Diskursen der Zen­tralität und Marginalität, unter anderem aus queerer Perspektvie.

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Ausstellungseröffnung: EINFACH WISSENSWERT: FORSCHUNG INTERNATIONAL

Am 15. Februar 2018 wurde die Ausstellung EINFACH WISSENSWERT im Haus der Wissenschaft eröffnet, an der neben Worlds of Contradiction unter anderem auch das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven (AWI) beteiligt sind. Nach der feierlichen Begrüßung durch Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen, hielt Prof. Dr. Michael Schulz (MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften) einen Vortrag zum Thema „Der Ozean im System Erde – Internationale Meeresforschung in Bremen“. Im Anschluss konnten die Besucherinnen und Besucher bei Snacks und Getränken einen ersten Rundgang durch die Ausstellung machen.

Interessierte können die Ausstellung noch bis zum 21. April 2018 besuchen. Es werden außerdem zahlreiche öffentliche Führungen und Veranstaltungen (Wissen um 11) angeboten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vom 16. bis 18. November 2017 fand unter dem Titel „Diskurs kontradiktorisch“ die 7. Jahrestagung des Tagungsnetzwerk ‚Diskurs – interdisziplinär‘ statt. Dieses Netzwerk versteht sich als ein Forum, auf dem Vertreter*innen der Linguistik, Soziologie, Politologie, Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und anderer kultur- sowie wissensanalytisch arbeitender Wissenschaften die Perspektive ‚Diskurs‘ fachspezifisch und fachübergreifend, disziplinär und transdisziplinär reflektieren und diskutieren. Beim siebten Treffen standen Formen und Funktionen von Widerspruch und Widersprechen im Zentrum der diskursanalytischen Perspektive.

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WORDS OF CONTRADICTION #2

Am 21.07.2017 hielt Prof. Dr. Banu Subramaniam (University of Massachusetts, Amherst) im Rahmen der WORDS of Contradiction einen Vortrag zu “Narratives of the Enlightenment: Tales from the Edges of Sciences and Religion in India”. Anhand von indischen Mythen und Bildern erläuterte sie die vielschichtigen Verflechtungen von Hindu-Nationalismus, Religion und Wissenschaft und verwies dabei sowohl auf die Herausforderungen fundamentalistisch-nationalistischer Politiken als auch auf die Notwendigkeit, unsere westlichen erkenntnistheoretischen, methodischen und erzähltheoretischen Konzepte zu hinterfragen.

 

Ringvorlesung „Jenseits von Synthese und Integration / Beyond Contradiction“

Im Sommersemester 2017 veranstaltete der Projektbereich „Wissensformen“ die interdisziplinäre Ringvorlesung „Jenseits von Synthese und Integration/Beyond Contradiction“, die sich multiperspektivisch mit Wissenspraktiken und Wissenspolitiken des Widerspruchs auseinandersetzte.

In der Vorlesungsreihe ging es nicht um die Überwindung oder gar die Auflösung von Widersprüchen, sondern um die (Er-)Lebbarkeit und damit um die Produktivität von Widerspruch. Die Beitrage und Diskussionen haben einerseits gezeigt, wie Widersprüche erzeugt, bedeutsam gemacht und/oder bekämpft werden, andererseits haben sie durch die Infragestellung westlich-hegemonialer Widerspruchskonzepte auf die Möglichkeiten eines „beyond contradiction“ verwiesen.

Wir danken ganz herzlich allen Vortragenden, ModeratorInnen, Gästen und Studierenden für die Beiträge und lebhaften Diskussionen!

Open Campus 2017

Die Verbundforschungsinitiative „Worlds of Contradiction“ präsentierte die gemeinsamen Aktivitäten mit einem eigenen Stand beim Open Campus der Universität Bremen am 17. Juni 2017. Unter dem diesjährigen Motto „Welten öffnen – Wissen teilen“ fand in der WoC-Pagode ein abwechslungsreicher, inspirierender und kritischer Austausch zu widersprüchlichen und widerständigen Phänomenen und (Über-)Lebens-Praktiken statt. Ein Exponat lud Besucher zur „Entdeckung von Widersprüchen“ ein.

WoC-Werkstatt

Am 09. Juni 2017 startete WoC mit einem neuen Veranstaltungsformat: Die WoC-Werkstatt richtet sich an Masterstudierende und Promovierende, die sich in ihrer Forschung mit Widerspruch und Widersprechen auseinandersetzen.

Die fünf Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen eröffneten einen lebendigen Diskussionsraum zu widersprüchlichen Architekturen im Mittelalter, zu organisationalen Verhandlungspraxen von Migration in der Schule, zu Figuren des höfischen Erzählens, zu Ordnung und Widerspruch in mittelalterlichen Maeren sowie zu widersprüchlichen Ur- und Frühgeschichtsbildern in illustrierten Zeitschriften der NS-Zeit.

Das erfolgreiche Veranstaltungsformat wird im Wintersemester 2017/18 wieder aufgegriffen.

WORDS of Contradiction #2

Am 21. Juni 2017 ist Prof. Dr. Banu Subramaniam, Professorin für Women, Gender, and Sexuality Studies an der University of Massachussetts, Amherst, Gast von Worlds of Contradiction.

Prof. Dr. Banu Subramaniam (Foto: umass.edu)

Im Rahmen der internationalen Lecture Series „WORDS of Contradiction“ hält sie einen Vortrag zum Thema „Counter-Narratives of the Enlightenment: Tales from the Edges of Science and Religion in India.

„WORDS of Contradiction“ #2 findet am Mittwoch, 21. Juni 2017, 18:15-19:45 Uhr, in der Rotunde im Cartesium statt (Universität Bremen, Enrique-Schmidt-Straße 5, 28359 Bremen). Der Vortrag ist öffentlich.

Zum Inhalt des Vortrags:

In her talk, Banu Subramaniam explores the worlds of science in contemporary India. In contrast to other religious fundamentalisms, Hindu nationalism embraces science as an important and critical part of religion. Religious nationalists in contemporary India have selectively, and strategically, used rhetoric from both science and Hinduism, modernity and orthodoxy, western and eastern thought to build a powerful vision of a Hindu nation. With aspirations for a global and modern Hinduism, she argues that scientific and religious practices in contemporary India are inextricably interconnected and result in fluid processes and practices of both institutions. She explores how mythological narratives, preternatural tales, and ghostly apparitions mingle effortlessly with animist traditions as well as the material, experimental, and institutional practices of technosciences. This emerging “syncretic pragmatism” challenges us to move beyond the oppositional stances of science and religion, to consider counter narratives to the enlightenment tales of reason and unreason. Ultimately to understand contemporary technoscience in India, we need new epistemological and methodological tools, and story making practices to make visible the many phantasmogoric naturecultural worlds within.

Internationale Konferenz „Contradiction Studies: Mapping the Field“

Die Verbundforschungsinitiative „Worlds of Contradiction“ hat vom 9. bis 11. Februar 2017 die internationale Konferenz „Contradiction Studies: Mapping the Field“ ausgerichtet. Die Konferenz brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kanada, der Schweiz und den USA zusammen, die in drei Sektionen und vier thematischen Panels dazu beitrugen, mit Bremer Kolleginnen und Kollegen das neue Forschungsfeld der Widerspruchsstudien zu diskutieren. In über 40 Beiträgen wurden Konzepte des Widerspruchs in Gegenständen, Theorien und Methoden der Geisteswissenschaften kritisch auf ihr Beschreibungs- und Erklärungspotenzial hin befragt.

Um vier herausragende Beispiele dafür zu nennen, seien die vier renommierten keynote speakers angeführt, deren Vorträge die Bandbreite der Contradiction Studies illustrierten: Die Fremdsprachendidaktikerin Prof. Dr. Barbara Schmenk (University of Waterloo, Kanada) sprach über „Governmentality and the Autonomous Subject: Persistent Contradictions in Philosophies of (Language) Education“. Der Vortrag von Dr. Stefan Müller (Universität Giessen) reflektierte in seinem Beitrag „Contradiction as an Answer“ Widerspruch aus der Perspektive mehrdimensionaler Logiken. Widersprüchliche Konstellationen in historischen Kontexten thematisierte der Beitrag „Contradiction, Ambiguity, Multiplicity, Duplicity: How to Think about Russian Law“ von Prof. Dr. Jane Burbank (New York University). Der Soziologe Prof. Dr. Rémy Bazenguissa-Ganga (EHESS Paris) sprach in seinem Vortrag „Crise mondiale de la démocratie représentative. Lectures à partir de l’Afrique“ über den Widerspruch in postkolonialen Konstellationen.

Die als „Inaugural Conference on Concepts of Contradiction in the Humanities“ überschriebene Tagung ist der Auftakt einer Serie von internationalen Symposien zur Entwicklung der Contradiction Studies.

Prof. Dr. Andreas Breiter (Vice-Principle for Research, University of Bremen) opening the conference

Prof. Dr. Norbert Schaffeld (head of Worlds of Contradiction) opening the conference

Keynote address by Prof. Dr. Barbara Schmenk (University of Waterloo)

Keynote address by Prof. Dr. Jane Burbank (New York University)

Keynote address by Prof. Dr. Rémy Bazenguissa-Ganga (EHESS Paris)

Discussion after a presentation

Hier finden Sie Videoaufzeichnungen von Konferenzbeiträgen. Ein englischsprachiger Tagungsband „Contradiction Studies: Mapping the Field“, hrsg. von Gisela Febel, Cordula Nolte und Ingo H. Warnke, der im Verlag Springer VS erscheint, wird ausgewählte Konferenzbeiträge versammeln.

Ringvorlesung „Macht im Widerspruch“

Im laufenden Wintersemester 2016/17 veranstalten die SprecherInnen des Projektbereichs „Machtdifferenzen“, Ingo H. Warnke, Susanne Schattenberg und Anna-Katharina Hornidge, gemeinsam mit Martin Nonhoff eine interdisziplinäre Ringvorlesung mit dem Titel „Macht im Widerspruch“. Die Ringvorlesung widmet sich den Funktionen von Widerspruch in Kontexten ungleicher Machtverhältnisse bzw. den strukturellen Relationen von Widerspruch und Macht. Dabei werden schwerpunktmäßig behandelt: (1) die Performativität von Macht, (2) die Dynamik von Widersprüchen und (3) und Formen der Normalitätsproduktion und der Normalitätsmarkierung. Machtdifferenzen werden sowohl als unterschiedliche Formen von Macht verstanden als auch als Hierarchien und Machtgefälle zwischen unterschiedlichen AkteurInnen. Am kommenden Mittwoch, dem 1. Februar 2017, wird Susanne Schattenberg die Vortragreihe mit einem Beitrag zu Leonid Breschnew beschließen.

Wir bedanken uns bei allen Vortragenden, KommentatorInnen, Gästen und Studierenden für die anregenden Beiträge und die lebhaften Diskussionen!

 

Programm:

Mi, 26.10.  Zusammenhänge von Macht und Widerspruch denken – eine Einführung
Anna-Katharina Hornidge, Susanne Schattenberg, Ingo H. Warnke, Universität Bremen

Mi, 02.11.  Macht der Objekte – Objekte der Macht: Erzählungen von Herrschaft im Museum
Ruth Schilling, Deutsches Schifffahrtsmuseum und Universität Bremen

Mi, 09.11.  (Un)learning is love/pain: Decolonizing Westernized Knowledges, and its Contradictions
Epifania Amoo-Adare, ZEF Center for Development Research, Bonn

Mi, 16.11.  Of Binaries and Boundaries: Interdisciplinarity in Natural Resources Management Research
Peter Mollinga, SOAS, University of London

Mi, 23.11.  Buenos Dias Matthias: Coloniality and Transgression in a Vacation Context
Nico Nassenstein und Anne Storch, Universität zu Köln

Mi, 30.11.  Wem gehören die Kinder? Staat, Familie und Experten im Pädagogikdiskurs sozialistischer Gesellschaften
Martina Winkler, Universität Bremen

Mi, 07.12.  ‚Agency‘-Konzepte in der Globalgeschichtsschreibung
Gabriele Lingelbach, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Mi, 14.12.  Dynamiken interreligiöser Begegnung
Gritt Klinkhammer, Universität Bremen

Mi, 21.12.  Akteure der Emergenz kolonialer Sprachideologien in Hispanoamerika: Die widersprüchliche Rolle der Missionare
Carolin Patzelt, Universität Bremen

Mi, 11.01.  Demokratische Gleichheit und oligarchische Macht – ein aufhebbares Spannungsverhältnis?
Martin Nonhoff, Universität Bremen

Mi, 18.01.  Power, Positionality, and Belonging: Reflections on Camp Dwellers in Kabul
Katja Mielke, BICC Bonn International Center for Conversion

Do, 19.01.  Umstrittene Macht
Martin Saar, Universität Leipzig

Mi, 25.01.  Internationale Dissidenz: Neue Formen des Widerstands in der Weltpolitik
Christopher Daase, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Mi, 01.02.  Leonid Breschnew – oder die Kunst, einen westlichen Staatsmann zu mimen
Susanne Schattenberg, Universität Bremen