Author Archives: Daniel Schmidt-Brücken

WORDS of Contradiction #2

Am 21. Juni 2017 ist Prof. Dr. Banu Subramaniam, Professorin für Women, Gender, and Sexuality Studies an der University of Massachussetts, Amherst, Gast von Worlds of Contradiction.

Prof. Dr. Banu Subramaniam (Foto: umass.edu)

Im Rahmen der internationalen Lecture Series „WORDS of Contradiction“ hält sie einen Vortrag zum Thema „Counter-Narratives of the Enlightenment: Tales from the Edges of Science and Religion in India.

„WORDS of Contradiction“ #2 findet am Mittwoch, 21. Juni 2017, 18:15-19:45 Uhr, in der Rotunde im Cartesium statt (Universität Bremen, Enrique-Schmidt-Straße 5, 28359 Bremen). Der Vortrag ist öffentlich.

Zum Inhalt des Vortrags:

In her talk, Banu Subramaniam explores the worlds of science in contemporary India. In contrast to other religious fundamentalisms, Hindu nationalism embraces science as an important and critical part of religion. Religious nationalists in contemporary India have selectively, and strategically, used rhetoric from both science and Hinduism, modernity and orthodoxy, western and eastern thought to build a powerful vision of a Hindu nation. With aspirations for a global and modern Hinduism, she argues that scientific and religious practices in contemporary India are inextricably interconnected and result in fluid processes and practices of both institutions. She explores how mythological narratives, preternatural tales, and ghostly apparitions mingle effortlessly with animist traditions as well as the material, experimental, and institutional practices of technosciences. This emerging “syncretic pragmatism” challenges us to move beyond the oppositional stances of science and religion, to consider counter narratives to the enlightenment tales of reason and unreason. Ultimately to understand contemporary technoscience in India, we need new epistemological and methodological tools, and story making practices to make visible the many phantasmogoric naturecultural worlds within.

Internationale Konferenz „Contradiction Studies: Mapping the Field“

Die Verbundforschungsinitiative „Worlds of Contradiction“ hat vom 9. bis 11. Februar 2017 die internationale Konferenz „Contradiction Studies: Mapping the Field“ ausgerichtet. Die Konferenz brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kanada, der Schweiz und den USA zusammen, die in drei Sektionen und vier thematischen Panels dazu beitrugen, mit Bremer Kolleginnen und Kollegen das neue Forschungsfeld der Widerspruchsstudien zu diskutieren. In über 40 Beiträgen wurden Konzepte des Widerspruchs in Gegenständen, Theorien und Methoden der Geisteswissenschaften kritisch auf ihr Beschreibungs- und Erklärungspotenzial hin befragt.

Um vier herausragende Beispiele dafür zu nennen, seien die vier renommierten keynote speakers angeführt, deren Vorträge die Bandbreite der Contradiction Studies illustrierten: Die Fremdsprachendidaktikerin Prof. Dr. Barbara Schmenk (University of Waterloo, Kanada) sprach über „Governmentality and the Autonomous Subject: Persistent Contradictions in Philosophies of (Language) Education“. Der Vortrag von Dr. Stefan Müller (Universität Giessen) reflektierte in seinem Beitrag „Contradiction as an Answer“ Widerspruch aus der Perspektive mehrdimensionaler Logiken. Widersprüchliche Konstellationen in historischen Kontexten thematisierte der Beitrag „Contradiction, Ambiguity, Multiplicity, Duplicity: How to Think about Russian Law“ von Prof. Dr. Jane Burbank (New York University). Der Soziologe Prof. Dr. Rémy Bazenguissa-Ganga (EHESS Paris) sprach in seinem Vortrag „Crise mondiale de la démocratie représentative. Lectures à partir de l’Afrique“ über den Widerspruch in postkolonialen Konstellationen.

Die als „Inaugural Conference on Concepts of Contradiction in the Humanities“ überschriebene Tagung ist der Auftakt einer Serie von internationalen Symposien zur Entwicklung der Contradiction Studies.

Prof. Dr. Andreas Breiter (Vice-Principle for Research, University of Bremen) opening the conference

Prof. Dr. Norbert Schaffeld (head of Worlds of Contradiction) opening the conference

Keynote address by Prof. Dr. Barbara Schmenk (University of Waterloo)

Keynote address by Prof. Dr. Jane Burbank (New York University)

Keynote address by Prof. Dr. Rémy Bazenguissa-Ganga (EHESS Paris)

Discussion after a presentation

Hier finden Sie Videoaufzeichnungen von Konferenzbeiträgen. Ein englischsprachiger Tagungsband „Contradiction Studies: Mapping the Field“, hrsg. von Gisela Febel, Kerstin Knopf, Cordula Nolte, Martin Nonhoff, der im Verlag Springer VS erscheint, wird ausgewählte Konferenzbeiträge versammeln.

Warnke and Schmidt-Brücken, eds. Diskursanalyse des (Post)Kolonialismus (Special issue of the Journal for Discourse Studies), 2017.

Warnke, Ingo H. and Daniel Schmidt-Brücken, eds. 2017. Diskursanalyse des (Post)Kolonialismus (Special issue of the Journal for Discourse Studies)

This special issue is about to appear in February 2017. For more information, please see the publisher’s website:

http://www.beltz.de/fachmedien/erziehungs_und_sozialwissenschaften/zeitschriften/zeitschrift_fuer_diskursforschung.html

Hinter den Widersprüchen und ihren Welten. Cafégespräch mit Dr. Uwe Spörl

20170131_122055Im 5. WoC-Cafégespräch, das am 31. Januar 2017 von Dr. Uwe Spörl (Fachbereich 10, Neuere deutsche Literaturwissenschaft) mit einem Impulsreferat zum Thema „Hinter den Widersprüchen und ihren Welten. Überlegungen zum Forschungsprogramm der Contradiction Studies“ eröffnet wurde, diskutierten an WoC beteiligte Kolleginnen und Kollegen aus Literaturwissenschaft, Linguistik, Performance Studies und Philosophie über „Welten“ im Plural und die unterschiedlichen Formen, die Widerspruch annehmen kann. Dabei standen Theorien des World-Making des Philosophen Nelson Goodman sowie Konzepte des Grenzgangs im Mittelpunkt.

Aktuelle Ausschreibung: ZF-Brückenstipendien zur Promotion in WoC

Eine aktuelle Sonderausschreibung der Zentralen Forschungsförderung der Universität Bremen ermöglicht es Studierenden im zweiten Master-Jahr oder Absolventen, deren Abschluss max. sechs Monate zurückliegt, sich auf ein Brückenstipendium zur Promotion im inhaltlichen Rahmen von Worlds of Contradiction zu bewerben. Das Brückenstipendium beläuft sich auf 1.000 EUR monatlich für ein halbes Jahr mit der Möglichkeit, Förderung für ein weiteres halbes Jahr zu beantragen.

Die Antragsfrist ist der 1. März 2017. Die Ausschreibung und alle notwendigen Informationen finden auf den Seiten der Zentralen Forschungsförderung: http://www.uni-bremen.de/forschung/forschungsfoerderung/zf-ausschreibungen/02a-brueckenstipendien-zur-promotion-sonderausschreibung-woc.html

4. WoC-Café-Gespräch mit Dr. Rapti Siriwardane (ZMT)

Das vierte WoC-Café-Gespräch wurde moderiert von Dr. Rapti Siriwardane (ZMT, Projektbereich „Machtdifferenzen“) und setzte sich mit widersprüchlichen, hierarchischen Abhängigkeitsverhältnissen in universitären (und anderen) Forschungszusammenhängen auseinander.

Dr. Rapti Siriwardane (2.v.l.) referiert

Dr. Rapti Siriwardane (2.v.l.) referiert

Die lebhafte Diskussion beruhte auf den Texten „Academic precarity as hierarchical dependence in the Max Planck Society“ von Vita Peacock (2016) und die kritische Reflexion von Christoph Brumann (2016) „Max Planck dependence, in context. Im Fokus standen die eigenen Erfahrungswerte der Kolleginnen und Kollegen.

Treffen des WoC-Plenums am 8. Juli 2016

Die an Worlds of Contradiction beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen trafen sich am 8. Juli 2016 als WoC-Plenum zum Austausch über aktuelle Entwicklungen der Verbundforschungsinitiative. Gastgeberin war Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Leiterin der Abteilung Sozialwissenschaften des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie und Ko-Sprecherin im WoC-Projektbereich „Machtdifferenzen“.

Prof. Hornidge (ZMT) begrüßt die Mitglieder des WoC-Plenums

Prof. Hornidge (ZMT) begrüßt die Mitglieder des WoC-Plenums

Im ersten Teil des Treffens informierten der Leiter der Verbundforschungsinitiative, Prof. Dr. Norbert Schaffeld, und das Koordinationsteam über vergangene und kommende Veranstaltungen in WoC (s. hierzu den Veranstaltungskalender) und über ein gemeinsames Publikationsprojekt von WoC-Beteiligten zum Thema Contradiction Studies. Die anschließende Diskussion hatte Möglichkeiten der weiteren Kooperation im Forschungsverbund Worlds of Contradiction zum Gegenstand.

Linda Kleber (Projektbereich "Machtdifferenzen")

Linda Kleber (Projektbereich „Machtdifferenzen“)

Im zweiten Teil des Treffens stellte je ein Mitglied der drei Projektbereiche exemplarisch aktuelle Forschungszusammenhänge in einem Kurzvortrag vor. Linda Kleber (Projektbereich „Machtdifferenzen“) sprach über „Die schwangere Frau. Ein Diskurssubjekt im Widerspruch“. Dabei ging sie auf widersprüchliche Anforderungen an und Wahrnehmungen von Schwangeren ein, die in sprachlich konstituierten Diskursen etabliert werden. Ein diskursiver Gegenstand wird, so Kleber, erst durch kontradiktorisches Sprechen hervorgebracht.

Prof. Dr. Kerstin Knopf (PB "Wissensformen")

Prof. Dr. Kerstin Knopf (Projektbereich „Wissensformen“)

Prof. Dr. Kerstin Knopf (Projektbereich „Wissensformen“) referierte zum Thema „Postcolonial Knowledges, Contradictions and De-coloniality“. Sie stellte darin indigene Wissensformen hegemonialen westlichen System der Wissensbildung und -distribution gegenüber. Wesentliche Widersprüche sind hiernach in den Geltungsansprüchen indigener und westlicher Wissensproduktion zu sehen.

Prof. Dr. Ursula Rust (PB "Verhandlungspraxen")

Prof. Dr. Ursula Rust (Projektbereich „Verhandlungspraxen“)

Der Vortrag von Prof. Dr. Ursula Rust (Projektbereich „Verhandlungspraxen“) trug den Titel „Menschen mit Behinderungen. Kontinuierliche Aushandlungsprozesse zum UN-Übereinkommen im Spiegel interdisziplinärer Forschung“. Dabei stellte sie verschiedene Menschenrechtsschutzsysteme vor und zeigte auf, welche Rolle Verhandlungspraxen in Prozessen supranationaler Übereinkommensfindung spielen.

Auftakt der WoC-Vortragsreihe „Words of Contradiction“ mit Prof. Dr. Willard McCarty

Am 7. Juli 2016 startete die Vortragsreihe Words of Contradiction, in deren Rahmen einmal pro Semester renommierte internationale GastwissenschaftlerInnen nach Bremen eingeladen werden. Die KollegInnen referieren aus ihren Forschungsgebieten zum Thema Widerspruch und zeigen dabei Anknüpfungspunkte der interdisziplinären Contradiction Studies auf, deren Zentrum die Universität Bremen ist.

Prof. Dr. Willard McCarty ist der erste Gastreferent der Reihe "Words of Contradiction"

Prof. Dr. Willard McCarty ist der erste Gastreferent der Reihe „Words of Contradiction“

Den Auftakt machte in diesem Semester Professor Dr. Willard McCarty, der als Professor of Humanities Computing am Londoner King’s College sowie als Adjunct Professor an der Western Sydney University forscht und lehrt. In seinem Vortrag mit dem Titel „The Contradiction of Computing“ ging es um die Frage, wie digitale Datenverarbeitung als eine weitere Art der menschlichen Wissensproduktion (und damit in gewisser Weise als eine Art des menschlichen Denkens und Handelns) verstanden werden kann.

Professor McCarty spricht zum Thema "The Contradiction of Computing"

Professor McCarty spricht zum Thema „The Contradiction of Computing“

McCarty argumentierte, dass Menschen Computern beibringen können, über Nachahmung eine Form der Intelligenz zu erwerben, die der menschlichen sehr ähnlich ist. Sie bedienen sich dabei zum Lernen sowohl der Analogie als auch des Widerspruchs. Darüber können wir als Menschen eventuell etwas darüber lernen, wie wir denken.

Die WoC-SprecherInnen Prof. Lossau, Prof. Febel und Prof. Warnke diskutieren nach dem Vortrag

Die WoC-SprecherInnen Prof. Lossau, Prof. Febel und Prof. Warnke diskutieren nach dem Vortrag

 

Schaffeld, ed. Aspects of the Science Novel (Special Issue of Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik), 2016

Contents:

  • Norbert Schaffeld, “Aspects of the Science Novel.”
  • Roslynn D. Haynes, “Bringing Science into Fiction.”
  • Anton Kirchhofer and Natalie Roxburgh, “The Scientist as ‘Problematic Individual’ in Contemporary Anglophone Fiction.”
  • Norbert Schaffeld, “The Historical Science Novel and the Narrative of an Emergent Scientific Discourse.”
  • Nina Engelhardt, “Scientific Metafiction and Postmodernism.”
  • Sylvia Mayer, “Science in the World Risk Society: Risk, the Novel, and Global Climate Change.”
  • Book Reviews
  • Books Received

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